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Der Orthopäde und Unfallchirurg behandelt Verletzungen und Verschleißerkrankungen des Bewegungsapparates.


Verletzungen:

Eine Verletzung ist eine plötzliche Schädigung von Gewebe unterschiedlichen Charakters. Dazu gehören Haut, Unterhautgewebe, Muskeln, Sehnen, Bandstrukturen, Knochen und Knorpel. Mit verletzt werden können dabei auch Nerven und Gefäße sowie Schleimhäute und Schleimbeutel. Es gehen immer Zellen zu Grunde . Die Wiederherstellung der Gewebe (Heilung) erfolgt über eine Entzündung, die nichts anderes ist als eine vermehrte Durchblutung, damit geschädigte Zellen und Gewebe abtransportiert und Aufbaustoffe zur Verfügung gestellt werden für die Reparatur des Gewebes. Zu den Symptomen der Entzündung gehören Schwellung, Schmerzen, Überwärmung und Rötung, die ausgelöst werden durch Botenstoffe. Der Vorgang ist ein natürlicher Vorgang und dient der Heilung des geschädigten Gewebes. Am Ende ist das geheilte Gewebe wieder in der Lage, seine Funktion als Haut, Muskel, Knorpel oder Knochen auszuüben.

Die Aufgabe des Orthopäden und Unfallchirurgen ist es, dafür zu sorgen, dass die Heilungsvorgänge nicht willkürlich, sondern geordnet und zielgerichtet ablaufen. So müssen Haut gedeckt, Sehnen genäht werden, Bänder ersetzt, und Knochen geschient werden, damit beste Voraussetzungen für eine natürliche Heilung gegeben sind.

 
Verschleiß:

Unser Körper hat hervorragende Nutzungseigenschaften, die 80 Jahre und mehr “funktionieren". Im Laufe eines Arbeitslebens kann jedoch das ein oder andere Gewebe einem stärkeren Stress und Abnutzung ausgesetzt sein, der dann zu einer langsamen Schädigung (Verschleiß) führt. Die natürliche Heilung und Regenerationsprozesse können mit der Schädigung nicht Schritt halten und es kommt es zur "degenerativen Erkrankung", die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen als Folge hat. Ursachen für den Verschleiß sind Verletzungsfolgen (Meniskusriss), zu starke Belastungen (Profilsport), Übergewicht, Fehlbelastungen (O-Beine) als mechanische Ursachen, aber auch rheumatische Erkrankungen.

Von degenerativen Erkrankungen sind am häufigsten die Gelenke, besonders Hüfte und Knie betroffen. Dann spricht man im Allgemeinen von "Arthrose" (Gelenkerkrankungen), bei der Hüfte von einer "Koxarthrose" und beim Knie von einer "Gonarthrose". Auch hier handelt es sich um Gewebeschädigungen und Zellzerstörungen, die genau die gleichen Entzündungssymptome verursachen wie Verletzungen. Hier ist jedoch die Selbstheilung begrenzt. Der Körper versucht zumindest einen Ersatz zu schaffen für zerstörte Zellen, indem er "Ersatztellen" bereitstellt, die mehr schlecht als recht ähnliche Eigenschaften besitzen wie die ursprünglichen Zellen. So wird z.B am Gelenk Knochen angebaut, um die Belastungsfläche zu vergrößern. Weichere Gewebearten vernarben bindegewebig. Alleine gelassen kann jedoch der Verschleiß des Gewebes nicht rückgängig gemacht werden, das Gewebe degeneriert mit der Zeit.

Der operativ tätige Orthopäde und Unfallchirurg nutzt herkömmliche und moderne Behandlungsmethoden bis hin zu den operativen Verfahren, um eine Arthrose zu therapieren.


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